Europa & Zentralasien (4)
 
• Aserbaidschan (1)

• Russland (2)

• Serbien und Montenegro (1)


Aserbaidschan (1)

Elmar Huseynov, Gründer und Herausgeber des sehr kritischen oppositionellen Wochenmagazins „Monitor”, wurde am Abend des 2. März im Treppenhaus des Hauses, in dem er in Baku wohnte, niedergeschossen. Er starb noch am Tatort. Augenzeugen zufolge scheint der Anschlag gut geplant gewesen zu sein, denn die Beleuchtung im Eingang zu dem Wohnhaus funktionierte nicht zum Zeitpunkt des Mordes, der um ca. 21.00 Uhr geschah. Ausserdem waren mehrere Telefonanschlüsse in dem Bezirk unterbrochen worden. Huseynov hatte vor dem Anschlag mehrere Drohungen erhalten und war ob seiner Sicherheit sehr besorgt.

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Russland (2)

Magomedzagid Varisov, Journalist und politischer Analyst, wurde am Abend des 28. Juni in Makhachkala, Hauptstadt der russischen Republik Dagestan, niedergeschossen. Berichten zufolge wurden Schüsse auf Varisovs Fahrzeug auf dem Weg nach Hause zusammen mit seiner Ehefrau und dem Fahrer abgegeben. Varisov wurde von mehreren Schüssen getroffen und starb noch am Tatort. Seine Frau wurde nicht verletzt. Während der letzten drei Jahre hatte Varisov analytische Artikel für die in Makhachkala-erscheinende Zeitung „Novoye Delo” (Neues Geschäft) geschrieben. Es ist die grösste Wochenzeitung Dagestans. In seinen politischen Analysen kritisierte er häufig die dagestanische Opposition. Varisov war ausserdem Leiter des Republikanischen Zentrums für strategische Initiativen und politische Technologie in Makhachkala, einer Einrichtung für politische Analyse.

• Der Leichnam des Kameramanns Pavel Makeev wurde am 21. Mai am Strassenrand zwischen den Städten Azov und Bataysk in Südrussland gefunden. Von den Behörden wurde der Todesfall als Verkehrsunfall eingestuft. Nach Angaben von Kollegen wurde Makeev, der für Puls-Television arbeitete, ermordet, um ihn an der Berichterstattung über die illegalen lokalen Autorennen zu hindern. Der Journalist wurde nahe der Stelle der illegalen Rennen mit zahllosen Blutergüssen und Knochenbrüchen tot aufgefunden. Sein Aufenthalt dort diente einem Film, den er für den TV-Sender machen wollte. Die Polizei hat dem Vernehmen nach auf der Strasse, 15 Meter von Makeevs Leichnam entfernt, eine Blutlache entdeckt; auf der Fahrbahn wurden keine Reifenspuren gefunden. Die Videokamera und das Mobiltelefon des Journalisten fehlten. Die Polizei liess verlauten, dass sie das Auto, das Makeev angeblich überfahren hatte, gefunden hätte; festgenommen wurde niemand.

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Serbien und Montenegro (1)

Bardhyl Ajeti, Reporter der albanischsprachigen Tageszeitung „Bota Sot” (Die Welt heute), starb drei Wochen nach den Schussverletzungen, die er im Kosovo erlitten hatte, in einem italienischen Krankenhaus 25. Juni. Berichten zufolge befand sich Ajeti am 3. Juni auf der Fahrt von der Hauptstadt Pristina nach Gnjilane, als auf ihn aus einem vorbeifahrenden Auto geschossen wurde. Zuerst wurde er in ein örtliches Krankenhaus gebracht und später in ein Krankenhaus nach Milan transportiert. Ajeti schrieb tägliche Editorials für „Bota Sot”, eine der Regierungspartei „Demokratische Liga des Kosovo (LDK)” nahestehende Zeitung, in denen er häufig Kritik an Personen der Oppositionspartei übte. Einige Woche vor dem ‚Anschlag hatte sich Ajeti an den Temporären Medienkommissar, dem unter internationaler Beaufsichtigung stehenden Medienregulator im Kosovo, gewandt und mitgeteilt, dass er bedroht werde.

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