Soeben veröffentlicht: Ausgliederung bei Zeitungen

 

 

Es hat den Anschein, als gebe es in der ganzen Unternehmenswelt nichts anderes mehr als Ausgliederung, das sich unter der Bezeichnung „Outsourcing“ allgemein durchgesetzt hat. Aber ist es auch das Richtige für die Zeitungswirtschaft?

 

Das ist die Frage hinter dem neuen Bericht „Outsourcing“, den der Weltverband der Zeitungen im Rahmen seines Projekts „Die Zukunft der Zeitung und ihre Gestaltung“ (Shaping the Future of the Newspaper/SFN) herausgibt. Der Bericht erläutert, was man bei der Entscheidung über die Ausgliederung von Anzeigenverkauf, Druck, Personalwesen, Redaktion, Buchhaltung oder anderen Tätigkeiten beachten muss.

„Die Ausgliederung von Unternehmensteilen wird trotz seiner Risiken und versteckten Fallstricke weitergehen. Die Zeitungswirtschaft hat erst vor kurzem vorsichtig erste Schritte zum Outsourcing in Bereichen gewagt, die zuvor als Kernkompetenzen betrachtet wurden. Dazu gehören beispielsweise Redaktion, Vertrieb und Anzeigenverkauf. Aber die Entwicklung gewinnt an Dynamik“, heisst es in dem Bericht. Es ist der zweite in einer Reihe von sechs Strategieberichten, die jedes Jahr im Rahmen des SFN-Projekts veröffentlicht werden.

Der Bericht ist ausschliesslich für die Mitglieder des WAN bestimmt. Er bietet Fallbeispiele, Erfolgskennzahlen und ein Vergleichsmodell. Darüber hinaus enthält er die Ergebnisse einer globalen Umfrage des WAN zum Thema Outsourcing bei Zeitungsunternehmen, aus der hervorging, dass die Wahrscheinlichkeit einer Voll- oder Teilausgliederung von Vertrieb, Zeitungsverkauf, Anzeigenverkauf, Redaktion und IT am grössten ist.

Aus den Fallbeispielen geht hervor, wie verschiedene Unternehmen die Ausgliederung steuern und mit den daraus resultierenden Vorteilen umgehen. So hat die BBC das Personalwesen ausgegliedert, die „Vorarlberger Nachrichten“ Teile der Redaktion, die schweizerischen Zeitungen den Anzeigenverkauf, „Il Sole 24 ORE“ aus Italien Verkauf und Vertrieb, die „New York Times“ den Druck und Independent Newspapers Finanzwesen, Vertrieb und Telefonverkauf.

Inhaltsverzeichnis und Einleitung des Berichts sowie das Fallbeispiel BBC finden sich unter www.wan-press.org/article11166.html.

Im Rahmen des SFN-Projekts, das WAN zusammen mit fünf strategischen Geschäftspartnern durchführt, werden alle wichtigen Fortschritte und Chancen ermittelt, untersucht und bekannt gemacht, von denen die Zeitungswirtschaft weltweit profitieren kann.

„Outsourcing“ und die fünf anderen Strategieberichte des Jahres 2006 - „New Revenue Strategies“, „Digital Classifieds“, „New Editorial Concepts“, „Advertising Science“ und „Pricing Strategies“ - sind ausschliesslich für Mitglieder des WAN bestimmt. Weitere Angaben zum Projekt und zu den Angeboten im Rahmen dieses Projekts finden sich unter www.futureofthenewspaper.com.

Über die einmal jährlich erscheinenden Strategieberichte hinaus erhalten die Mitglieder des WAN Zugriff auf ein Archiv mit Fallbeispielen und Geschäftsideen sowie viele andere unverzichtbare Informationen über die Entwicklungen in der Presselandschaft.

WAN betreibt das SFN-Projekt mit Unterstützung von fünf strategischen Geschäftspartnern. Es sind dies die in der Schweiz ansässige Internationale Werbe- und Promotionsgruppe PubliGroupe, der führende Druckmaschinenhersteller MAN Roland, der finnische Konzern UPM als einer der weltweit führenden Produzenten von Zeitungspapier, der führende norwegische Telekommunikations-, IT- und Medienkonzern Telenor sowie der koreanische Konzern Samsung Electronics als einer der weltweit führenden Anbieter von Halbleiter-, Fernmelde- und Konvergenztechnik.

Der in Paris ansässige WAN repräsentiert als globale Organisation der Zeitungswirtschaft 18.000 Zeitungen. Ihm sind 73 nationale Zeitungsverbände, elf Nachrichtenagenturen, neun regionale und internationale Presseverbände sowie Zeitungsunternehmen und Führungskräfte der Zeitungen in 102 Ländern angeschlossen.

Auskunft erteilt: Larry Kilman, Director of Communications, WAN, 7 rue Geoffroy St Hilaire, 75005 Paris, Frankreich; Tel.: +33 1 47 42 85 00, Fax: +33 1 47 42 49 48, Mobil: +33 6 10 28 97 36, E-Mail: lkilman@wan.asso.fr

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