Gipfeltreffen der Zeitungswirtschaft schalten auf Wachstum

 

 

Der schwedische König Carl XVI. Gustaf hat zugesagt, den Weltkongress der Zeitungen und das Internationale Forum der Chefredakteure zu eröffnen. Die zwei wichtigsten Veranstaltungen der Zeitungswirtschaft finden vom 1. bis 4. Juni 2008 in Göteborg statt.

 

Zu den vom Weltverband der Zeitungen (WAN) organisierten Konferenzen werden über 1500 Verleger, Herausgeber, Vorstandsvorsitzende, Geschäftsführer, Chefredakteure und andere Führungskräfte der Branche erwartet, die stärker als je zuvor in andere Medien expandiert.

Damit werden die Rekordteilnehmerzahlen der zwei letzten Gipfeltreffen in Kapstadt (1600 Teilnehmer aus 108 Ländern) und Moskau (1700 Teilnehmer aus 112 Ländern) fast wieder erreicht.

„Schweden ist seit jeher ein guter Boden für die Medien und ein Vorreiter in der Entwicklung. Im Bereich Multimedia gehören die Presseverlage des Landes zu den fortschrittlichsten weltweit“, so Timothy Balding, CEO des in Paris ansässigen WAN. „Die Innovationskraft der schwedischen Zeitungen kann sich sehen lassen, und zudem sind sie entschlossene Verteidiger der Pressefreiheit. Die schwedische Bevölkerung wiederum gehört weltweit zu den leidenschaftlichsten Zeitungslesern.“

Das Motto des 61. Weltkongresses der Zeitungen bringt den Wandel der Branche treffend zum Ausdruck. Es lautet „Zeitungen - eine multimediale Wachtumsbranche“. Printpublikationen bilden nach wie vor das Kerngeschäft der Pressehäuser. Sie steuern den Löwenanteil des Gewinns bei und erweisen sich als widerstandsfähig gegenüber dem Ansturm anderer Informationsträger. Gleichzeitig eröffnen die digitalen Medien den Zeitungen die Möglichkeit, Leserzahl und Erlöse merklich zu steigern.

Wie die Zeitungen ihre Multimediachancen am besten nutzen können, ist das Kernthema des Kongresses.

Das 15. Internationale Forum der Chefredakteure steht unter dem Motto „Die integrierte Redaktion: wie, wann und warum“. Während viele Zeitungsunternehmen mit der Zusammenführung ihrer Druck- und Onlineredaktionen bereits begonnen haben, hält man bei anderen zwei getrennte Redaktionen weiterhin für besser. Das Forum 2008 wird bei der Wahl des richtigen Rezepts Hilfestellung geben.

Ausführliche Informationen über die Arbeitsprogramme von Kongress und Forum sowie über das vielfältige Angebot an Begleitveranstaltungen, Ausstellungen usw. sind unter www.wansweden2008.com/de/home/.com abrufbar.

Die ersten Redner, die bereits für den Kongress zugesagt haben, sind: Joe Webb, stellvertretender Geschäftsführer der Irish Independent, I. Venkat, Vorstandsmitglied von Eenadu in Indien, Tim Bowdler, Vorstandsvorsitzender von Johnston Press in Grossbritannien, Giorgio Valerio, Hauptgeschäftsführer von RCS Quotidiani in Italien und Christian Van Thillo, Vorsitzender von De Persgroep in Belgien.

Der Veranstaltungsort Göteborg ist eine reizende Küstenstadt mit langer Schifffahrtstradition und lebhafter Musikszene. Sie ist von den grossen Hauptstädten Europas aus gut erreichbar. Im Juni, dem ersten Monat des nordischen Sommers, gibt es fast 24 Stunden lang Tageslicht.

Im Mittelpunkt des Kongresses stehen die folgenden Themen:

-  Mit welchen Strategien lassen sich die Leserzahlen für die Druck- und die Internetausgaben am besten steigern?

-  Mit welchen Strategien lassen sich die Werbeeinnahmen aus Print und Internet am besten steigern, und welche Zuwachsraten kann man erwarten? Welche Hierarchie, Infrastruktur und Abläufe sind notwendig, um Anzeigen für mehrere Produkte und nicht nur für einen einzigen Zeitungstitel zu verkaufen?

-  Wie lässt sich die durch Zusammenlegung der Bereiche Druck und Internet eroberte neue Reichweite zu Geld machen? Wie können die Print- und Digitalmarktführer unter den Zeitungen ihre Vorherrschaft in höhere Gewinne ummünzen?

-  Zeitungen sind die Könige des Inhalts. Wie lässt sich der beispiellose inhaltliche Reichtum der Zeitungen, die von allen Medien die besten Journalistenteams haben, mit Hilfe der neuen Absatzwege nutzbar machen? Welche Angebote müssen in diesem Zusammenhang kostenlos sein, und welche dürfen Geld kosten?

-  Können und sollen Zeitungsmarken in die digitale Welt integriert werden, oder steht eine klare Trennung zu erwarten?

-  Mit welchen neuen Methoden lässt sich die kombinierte Reichweite von Print und Internet besser ermitteln? Was bedeutet Publikumsaggregation, und wie baut ein Zeitungsverlag seine Produktpalette auf?

-  Mit welchen neuen Produkten und Akquisitionen sind Zeitungsunternehmen in letzter Zeit erfolgreich gewesen?

-  Sind Suchmaschinen Freund oder Feind? Stellen das anhaltende Wachstum und die weitere Diversifizierung der grossen Suchmaschinenbetreiber für die Zeitungen eine Chance - zum Beispiel durch Partnerschaften - oder auf längere Sicht eine Gefahr für ihre Erlöse dar?

Aktuelle Informationen sind unter www.wansweden2008.com/de/home/ abrufbar.

Sponsoren der Veranstaltungen sind u.a.: Volvo, Holmen Paper, SAS, Bonnier, und Stampen Group.

Der Weltverband der Zeitungen setzt sich weltweit für die Pressefreiheit ein. Als globale Organisation der Zeitungswirtschaft vertritt er 18.000 Zeitungen. Ihm sind 77 nationale Zeitungsverbände, 12 Nachrichtenagenturen, 11 regionale und internationale Presseverbände sowie Führungskräfte der Zeitungen in 102 Ländern angeschlossen.

Auskunft erteilt: Larry Kilman, Director of Communications, WAN, 7 rue Geoffroy St Hilaire, 75005 Paris, Frankreich; Tel: +33 1 47 42 85 00, Fax: +33 1 47 42 49 48, Mobiltel.: +33 6 10 28 97 36; E-Mail: lkilman@wan.asso.fr.

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