Für die letzten fünf Jahre ergibt sich damit ein Auflagenwachstum von 9,39 Prozent.
Unter Einbeziehung der Gratiszeitungen stieg die Auflage im vergangenen Jahr weltweit um 3,65 Prozent und in den letzten fünf Jahren um 14,3 Prozent. Auf die Gruppe der Gratistitel entfallen inzwischen knapp 7 Prozent der Auflage weltweit und 23 Prozent der Auflage in Europa.
Die Werbeeinnahmen der kostenpflichtigen Tageszeitungen erhöhten sich 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 0,86 Prozent und im Fünfjahresvergleich um 12,84 Prozent. Mit einem Anteil von insgesamt 40 Prozent sind die Druckmedien nach wie vor der grösste Werbeträger weltweit.
„In den letzten fünf Jahren konnten die Auflagenzahlen in 75 Prozent, im letzten Jahr in knapp 80 Prozent aller Länder zulegen“, so der Chief Executive Officer des Weltverbands der Zeitungen, Timothy Balding.
„Sogar dort, wo die kostenpflichtigen Titel an Auflage verlieren - vor allem in den USA und einigen Ländern Westeuropas - können die Zeitungen ihre Reichweite erhöhen, weil sie viele verschiedene Gratis- und Nischenpublikationen im Programm haben und ihre Multimediaplattformen rapide entwickeln“, so Balding.
Die neuen Daten wurden auf dem 61. Weltkongress der Zeitungen und dem 15. Internationalen Forum der Chefredakteure im schwedischen Göteborg bekannt gegeben, an denen eine Rekordzahl von über 1800 Verlegern, Herausgebern, Chefredakteuren und anderen Führungskräften der Zeitungswirtschaft aus 113 Ländern teilnahm.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick:
Die Auflage der kostenpflichtigen Zeitungen stieg 2007 um 2,57 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erreichte 532 Millionen verkaufte Exemplare täglich. Unter Einbeziehung der Gratispublikationen erhöhte sich die Auflage auf über 573 Millionen Stück, ein Zuwachs von 3,65 Prozent gegenüber 2006.
Die kostenpflichtigen Zeitungen legten weltweit im Jahresvergleich um 2,98 Prozent und im Fünfjahresvergleich um 11,02 Prozent auf einen Rekordwert von 11.926 Titeln zu. Die Anzahl der Bezahl- und Gratiszeitungen insgesamt erhöhte sich im Jahresvergleich um 3,65 Prozent und im Fünfjahresvergleich um 14,30 Prozent.
Die Werbeerlöse wuchsen gegenüber 2006 um 0,86 Prozent und haben sich damit seit 2003 um 9,39 Prozent erhöht.
Die seit 1986 einmal jährlich vom WAN durchgeführte Marktanalyse erfasst alle Länder und Hoheitsgebiete, in denen Zeitungen veröffentlicht werden; gegenwärtig sind dies 232.
Die Zahlen im Einzelnen:
Entwicklung der Auflagenzahlen
In fast 80 Prozent der Länder mit Daten für das Jahr 2007 verzeichnete die Auflage im Vergleich zu 2006 eine steigende oder zumindest konstante Tendenz. Gegenüber 2003 liegt dieser Wert bei 75 Prozent.
Mehr als 532 Millionen Menschen kaufen täglich eine Zeitung (2003: 486 Millionen). Die Zahl der Leser wird auf durchschnittlich über 1,7 Milliarden pro Tag geschätzt.
74 der 100 auflagenstärksten Zeitungen sind in Asien beheimatet, und davon wiederum 62 in China, Japan und Indien.
Die fünf grössten Zeitungsmärkte sind China mit 107 Millionen verkauften Exemplaren täglich, Indien mit 99 Millionen, Japan mit 68 Millionen, die USA mit knapp 51 Millionen und Deutschland mit 20,6 Millionen.
Gegenüber dem Vorjahr stieg die verkaufte Auflage in Südamerika um 6,72 Prozent und in Asien um 4,7 Prozent. Einen Rückgang verzeichneten Afrika (0,49 Prozent), Europa (1,87 Prozent), Nordamerika (2,14 Prozent) sowie Australien und Ozeanien (4,28 Prozent).
Die Anzahl der kostenpflichtigen Zeitungstitel legte mit Ausnahme Nordamerikas (minus 0,56 Prozent) in allen Regionen zu. Asien verzeichnete ein Plus von 5,3 Prozent, Australien und Ozeanien 4,55 Prozent, Afrika 3,99 Prozent, Südamerika 2,54 Prozent und Europa 0,48 Prozent.
Die Auflage der kostenpflichtigen Zeitungen in der Europäischen Union lag 2,37 Prozent niedriger als 2006 und 5,91 Prozent niedriger als 2003. Unter Hinzurechnung der Gratiszeitungen ergab sich ein Auflagenzuwachs von 2 Prozent gegenüber 2006 und von 9,61 Prozent gegenüber 2003.
In 11 Ländern der Europäischen Union verzeichnete die Branche 2007 einen Auflagenzuwachs. Dabei handelte es sich um Bulgarien (7,20 Prozent), Estland (1,09 Prozent), Griechenland (1,91 Prozent), Litauen (3,55 Prozent), Malta (2 Prozent), Österreich (2,12 Prozent), Portugal (1,49 Prozent), Rumänien (3,04 Prozent), Spanien (0,29 Prozent), die Tschechische Republik (0,18 Prozent) und Zypern (2 Prozent). In Luxemburg war die Auflagenhöhe unverändert.
Einen Auflagenrückgang verzeichneten Belgien (0,49 Prozent), Dänemark (2,13 Prozent), Deutschland (2,38 Prozent) Finnland (0,99 Prozent), Frankreich (0,48 Prozent), Grossbritannien (3,46 Prozent), Irland (0,38 Prozent), Italien (0,29 Prozent), Lettland (26,48 Prozent), die Niederlande (2,92 Prozent), Polen (11,57 Prozent), Schweden (3,49 Prozent), die Slowakei (5,25 Prozent), Slowenien (6,29 Prozent) und Ungarn (8,27 Prozent).
In den fünf Jahren von 2003 bis 2007 konnten die Bezahlzeitungen ihre Auflage in den folgenden 12 Ländern erhöhen: Bulgarien (4,95 Prozent), Estland (11,16 Prozent), Irland (3,24 Prozent), Litauen (15,42 Prozent), Malta (20 Prozent), Österreich (13,17 Prozent), Portugal (6,67 Prozent), Rumänien (19,40 Prozent, Slowakei (1 Prozent), Slowenien (9,33 Prozent), Tschechische Republik (0,30 Prozent) und Zypern (13,33 Prozent).
In demselben Zeitraum ging die Auflage in den folgenden Ländern zurück: Belgien (4,13 Prozent), Dänemark (10,14 Prozent), Deutschland (8,78 Prozent), Finnland (1,83 Prozent), Frankreich (4,83 Prozent), Griechenland (0,62 Prozent), Grossbritannien (10,14 Prozent), Italien (3,80 Prozent), Lettland (34,08 Prozent), Luxemburg (0,87 Prozent), Niederlande (11,54 Prozent), Polen (3,88 Prozent), Schweden (6,49 Prozent), Spanien (0,84 Prozent) und Ungarn (13,57 Prozent).
Ebenfalls einen Zuwachs verzeichneten im Jahr 2007 Albanien (7,14 Prozent), Moldawien (21,20 Prozent), Montenegro (9,09 Prozent) und die Ukraine (5,60 Prozent). Einen Rückgang mussten Island (4,76 Prozent), Kroatien (6,25 Prozent), Mazedonien (3,57 Prozent), Norwegen (2,11 Prozent) und die Schweiz (2,94 Prozent) hinnehmen.
Im Fünfjahresvergleich stieg die Auflage in Moldawien um 278,75 Prozent, in Montenegro um 33,33 Prozent und in der Ukraine um 481 Prozent. Einen Rückgang gab es in Albanien (1,32 Prozent), Island (43,66 Prozent), Mazedonien (10 Prozent), Norwegen (9,31 Prozent) und der Schweiz (12,26 Prozent).
Die Anzahl der kostenpflichtigen Zeitungstitel in der EU erhöhte sich im Jahr 2007 um 0,41 Prozent auf 1484. Gegenüber 2003 bedeutet das einen Zuwachs um 3,49 Prozent. Unter Einbeziehung der Gratiszeitungen ergab sich ein Titelwachstum von 0,69 Prozent gegenüber 2006 und 8,53 Prozent gegenüber 2003.
In den USA schrumpfte die Auflage der Tageszeitungen im Vergleich zu 2006 um 3,03 Prozent und im Vergleich zu 2003 um 8,05 Prozent. Den grössten Anteil daran hatten die Abendzeitungen; ihre Auflage sank im Jahresvergleich um 10,08 Prozent. Bei den Morgenzeitungen fiel der Rückgang mit 1,97 Prozent wesentlich kleiner aus. Seit 2003 mussten die Abendzeitungen einen Auflagenverlust von 25 Prozent hinnehmen; die Morgenzeitungen verloren 5,08 Prozent.
In Japan sank die Auflage gegenüber 2006 um 0,96 Prozent und gegenüber 2003 um 2,70 Prozent.
In China läuft der Zeitungsabsatz mit einem Plus von 3,84 Prozent im Einjahres- und einem Zuwachs von 20,69 Prozent im Fünfjahresvergleich weiterhin gut.
In Lateinamerika erhöhte sich die Auflage 2007 in Argentinien um 7,54 Prozent, in Brasilien um 11,80 Prozent, in Chile um 3,99 Prozent und in Surinam um 3,77 Prozent. In Bolivien, Ecuador, Guyana, Uruguay und Venezuela ergab sich keine Veränderung. In Kolumbien und Paraguay war ein Rückgang zu verzeichnen (1,25 Prozent bzw. 3,85 Prozent).
Im Fünfjahresvergleich stieg die Auflage in Argentinien (22,70 Prozent), Bolivien (3,70 Prozent), Brasilien (24,93 Prozent), Chile (13,82 Prozent), Ecuador (15,22 Prozent), Guyana (6,67 Prozent), Kolumbien (8,97 Prozent) und Surinam (22,22 Prozent). In Paraguay (16,67 Prozent) und Uruguay (11,18 Prozent) ging sie zurück.
In Indien wurden 11,22 Prozent mehr Zeitungen verkauft als 2006 und 35,51 Prozent mehr als 2003.
Wachstum verzeichneten in Asien auch Bangladesch (7,69 Prozent), Hongkong (2,50 Prozent), Indonesien (2 Prozent), Kasachstan (12,5 Prozent), Kirgisien (18,18 Prozent), Macao (2,70 Prozent), Malaysia (61,83 Prozent), die Mongolei (3,85 Prozent), Nepal (4,62 Prozent), Pakistan (0,50 Prozent), Singapur (16 Prozent) und Vietnam (0,71 Prozent). Dagegen schrumpfte die Auflage in Korea (1,03 Prozent) auf den Philippinen (0,53 Prozent) und in Taiwan (4,76 Prozent). Keine Veränderung ergab sich in Kambodscha und Thailand.
Im Fünfjahresvergleich erhöhte sich die Auflage in Bangladesch (40 Prozent), Indonesien (11,67 Prozent), Kambodscha (10 Prozent), Kasachstan (181 Prozent), Macao (12,43 Prozent), Malaysia (93,95 Prozent), der Mongolei (42,11 Prozent), Nepal (36 Prozent), Pakistan (32 Prozent), Singapur (16,44 Prozent), Thailand (9,77 Prozent), Turkmenistan (24,44 Prozent) und Vietnam (6,42 Prozent). Einen Rückgang mussten Hongkong (8,89 Prozent), Korea (2,69 Prozent) und Taiwan (11,11 Prozent) hinnehmen.
Im Nahen Osten, wo verlässlicher Daten nur schwer zu beschaffen waren, stieg die Auflage 2007 in Bahrain (3,33 Prozent), im Iran (3,61 Prozent), in Jordanien (12,50 Prozent), in Kuwait (27,91 Prozent), in Oman (17 Prozent), im palästinensischen Autonomiegebiet (12,50 Prozent) und in Saudi-Arabien (0,21 Prozent). In Israel, dem Libanon und Syrien waren die Auflagenzahlen unverändert.
Australien und Neuseeland verzeichneten gegenüber 2006 einen Rückgang um 5,35 Prozent bzw. 1,39 Prozent.
In Afrika erhöhte sich die Auflage 2007 in Algerien (4,17 Prozent), Benin (4,17 Prozent), der Elfenbeinküste (2,56 Prozent), Gambia (33,33 Prozent), Kamerun (4,29 Prozent), Kenia (45,45 Prozent), Liberia (10 Prozent), Libyen (42,86 Prozent), Madagaskar (4,76 Prozent), Marokko (10 Prozent), Namibia (10 Prozent), dem Senegal (2,50 Prozent), Somalia (5 Prozent) und Südafrika (2,70 Prozent).
Einen Rückgang mussten Burkina Faso (3,03 Prozent), Nigeria (37,80 Prozent), Reunion (1,37 Prozent) und Simbabwe (8 Prozent) hinnehmen.
Die meisten Zeitungen werden nach wie vor in Japan gekauft (täglich 624 verkaufte Exemplare je tausend Einwohner). Auf den Plätzen folgen Norwegen mit 580, Finnland mit 503 sowie Schweden mit Singapur mit je 449 Exemplaren täglich.
Die meiste Zeit für ihre Lektüre wenden mit 74 Minuten täglich die türkischen Leserinnen und Leser auf. Es folgt das Lesepublikum in Belgien mit 54 sowie Finnland und China mit je 48 Minuten im Durchschnitt.
Entwicklung der Anzeigenerlöse
Die Anzeigenerlöse sind in den vergangenen fünf Jahren weltweit stetig gestiegen. Der Zuwachs von 2006 auf 2007 betrug 0,86 Prozent, von 2003 bis 2007 lag er bei 12,84 Prozent.
Der Anteil der Zeitungen am globalen Anzeigenmarkt fiel geringfügig von 28,7 Prozent im Jahr 2006 auf 27,5 Prozent im Jahr 2007. Die Zeitung ist nach dem Fernsehen weiterhin der zweitgrösste Werbeträger. Sie vereinigt mehr Erlöse auf sich als Rundfunk-, Kino-, Aussen- und Internetwerbung zusammen. Zeitungen und Zeitschriften gemeinsam sind mit 40 Prozent Marktanteil der grösste Werbeträger weltweit; das Fernsehen folgt mit 38 Prozent auf Rang zwei.
Die Anzeigenerlöse der Zeitungen (ohne Gratiszeitungen; hier liegen keine einheitlichen Daten vor) stiegen 2007 in allen Regionen mit Ausnahme Nordamerikas, wo sie um 2,77 Prozent fielen. Die Zuwachsraten betrugen in Westeuropa 2 Prozent, im asiatisch-pazifischen Raum 3,31 Prozent, im Nahen Osten und Afrika 13,17 Prozent, in Lateinamerika 10,77 Prozent sowie in Mittel- und Osteuropa 5,39 Prozent.
Zwischen 2003 und 2007 konnten alle Regionen eine Steigerung der Anzeigenerlöse verzeichnen: Nordamerika 8,1 Prozent, Westeuropa 10,15 Prozent, der asiatisch-pazifische Raum 13,88 Prozent, der Nahe Osten und Afrika 99,3 Prozent, Lateinamerika 55,38 Prozent sowie Mittel- und Osteuropa 8,47 Prozent.
In den USA, dem mit Abstand grössten Zeitungswerbemarkt der Welt, gingen die Anzeigenerlöse der Zeitungen 2007 um 3 Prozent zurück. Sie sind aber immer noch 8 Prozent höher als 2003.
In Japan fielen die Anzeigenerlöse im Vergleich zu 2006 um 4,08 Prozent und im Vergleich zu 2003 um 8,77 Prozent.
In China war ein Zuwachs von 16,13 Prozent gegenüber 2006 und von 49,39 Prozent gegenüber 2003 zu verzeichnen.
In der Europäischen Union lag der Anzeigenumsatz 1,51 Prozent höher als 2006 und 9,91 Prozent höher als 2003.
19 der 24 EU-Länder, für die Daten vorlagen, konnten 2007 einen Anstieg der Anzeigenerlöse vorweisen: Belgien (2,36 Prozent), Dänemark (0,67 Prozent), Deutschland (0,84 Prozent), Estland (15,78 Prozent), Finnland (5,46 Prozent), Griechenland (12,73 Prozent), Irland (9,04 Prozent), Italien (1,1 Prozent), Lettland (6,20 Prozent), Litauen (8,18 Prozent), die Niederlande (2 Prozent), Österreich (9,07 Prozent), Polen (2,5 Prozent), Portugal (1,49 Prozent), Rumänien (20,37 Prozent), Schweden (4,5 Prozent), die Slowakei (8 Prozent), Slowenien (1,77 Prozent) und Spanien (6 Prozent).
Einen Rückgang verzeichneten Bulgarien (4,66 Prozent), Grossbritannien (1,7 Prozent), die Tschechische Republik (7,04 Prozent) und Ungarn (0,05 Prozent).
Im Fünfjahresvergleich ergab sich in 22 der 25 Länder, für die Daten vorlagen, ein Zuwachs: Belgien (89,97 Prozent), Bulgarien (30,71 Prozent), Dänemark (27,44 Prozent), Deutschland (5,7 Prozent), Estland (67,91 Prozent), Finnland (5,46 Prozent), Frankreich (2,19 Prozent), Griechenland (78,57 Prozent), Irland (58,85 Prozent), Italien (7,56 Prozent), Lettland (44,6 Prozent), Litauen (33,48 Prozent), Niederlande (0,63 Prozent), Österreich (34,92 Prozent), Rumänien (106,82 Prozent), Schweden (18,95 Prozent), Slowakei (43,09 Prozent, Spanien (26,87 Prozent), Tschechische Republik (27,54 Prozent) und Ungarn (19,7 Prozent). Rückläufig waren die Anzeigenerlöse in Grossbritannien (5,18 Prozent), Polen (58,58 Prozent) und Portugal (1,63 Prozent).
In Indien gingen die Anzeigenerlöse gegenüber 2006 um 1,42 Prozent zurück, lagen aber 64,8 Prozent höher als 2003.
Der mit Internetwerbung - nicht nur Zeitungsinserate, sondern sämtliche Anzeigen - erzielte Umsatz erhöhte sich im Einjahresvergleich um 32,45 Prozent und im Fünfjahresvergleich um 200 Prozent. Der grösste Anteil entfällt auf die USA, Westeuropa und den asiatisch-pazifischen Raum. Die Erlöse aus Internetwerbung in Nordamerika sind 20 Mal höher als der Umsatz in Mittel- und Osteuropa, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Afrika zusammen.
Sogar innerhalb der Regionen gibt es grosse Unterschiede bei der Umsatzverteilung. In Europa beispielsweise vereinigt Grossbritannien nahezu 40 Prozent aller Internet-Werbeerlöse auf sich. Es folgen Deutschland mit 23 Prozent und Frankreich mit 14 Prozent. Rechnet man die Märkte in den USA und Europa zusammen, so entfällt auf die USA ein Anteil von 62 Prozent, auf Grossbritannien von 15 Prozent und auf Deutschland von 8 Prozent.
In Europa wird im Internet mit Grossanzeigen mittlerweile mehr Umsatz erwirtschaftet als mit Kleinanzeigen. Der grösste Anteil an den Werbeerlösen im Internet entfällt auf die Suchmaschinenbetreiber.
Prognosen zufolge werden sich die mit Internetwerbung erzielten Erlöse der Zeitungen in den nächsten fünf Jahren verdoppeln. Im Jahr 2011 wird ihr Anteil an den Gesamtwerbeeinnahmen der Zeitungen bei 12 Prozent liegen.
Gratiszeitungen
Im Jahr 2007 erreichten die insgesamt 312 kostenlosen Tageszeitungen eine Gesamtauflage von 41,04 Millionen Exemplaren täglich. Das entspricht einem Zuwachs von 20 Prozent gegenüber 2006 und 173,2 Prozent gegenüber 2003.
Rechnet man die Gratisblätter und die kostenpflichtigen Titel zusammen, so entfallen auf die Gratiszeitungen 7 Prozent des Werbeumsatzes weltweit, 23 Prozent des Umsatzes in Europa, 8 Prozent des Umsatzes in den USA und 2 Prozent des Umsatzes in Asien.
Die sechs grössten Tageszeitungen sind „Leggo“ in Italien (Auflage 1,95 Millionen), „Metro“ in Grossbritannien (Auflage 1,37 Millionen), „20 Minutos“ in Spanien (Auflage 1 Million)), „Metro“ in Kanada (Auflage 990.000) sowie „Que!“ und „ADN“ in Spanien (Auflage jeweils 959.000).
Entwicklung des Internetgeschäfts
Die Anzahl der Internetauftritte von Zeitungen war 13,77 Prozent höher als 2006 und 50,77 Prozent höher als 2003.
Wie aus einer Untersuchung in den USA hervorgeht, lesen die Nutzer der Internetseiten von Zeitungen auch die gedruckte Ausgabe: 81 Prozent der Befragten gaben an, mindestens einmal in der Woche auch eine gedruckte Zeitung zu lesen. Die Hälfte der Befragten bringt die gleiche Zeit zum Zeitungslesen auf wie früher; 35 Prozent der Befragten verbringen insgesamt sogar mehr Zeit damit.
Darüber hinaus hat sich die Anzahl der Zeitungsleser dank der Angebotskombination aus Print- und Internetausgabe in den USA um 8 Prozent erhöht.
Die Ausgabe 2008 von „World Press Trends“ kann ab sofort bestellt werden beim Weltverband der Zeitungen, 7 rue Geoffroy Saint Hilaire, 75005 Paris, Frankreich, Tel.: +33 1 47 42 85 00, Fax +33 1 47 42 49 48. E-Mail: contact_us@wan.asso.fr.
Der 930 Seiten starke Bericht enthält neben vielen nach Ländern geordneten Daten auch Angaben über
nicht täglich erscheinende Publikationen, die sich in manchen Ländern besser verkaufen als Tageszeitungen;
Prognosen über die Werbeausgaben für Zeitungen und Zeitschriften sowie die Gesamtausgaben für 2008, 2009 und 2010;
Entwicklungen bei Format und Verkaufspreis, Farbdruck, Medienkonsum, Gross- und Kleinanzeigenerlösen sowie bei der Umsatzverteilung zwischen Einzel- und Abonnementsverkauf;
die auflagenstärksten Titel in jedem Land, die wichtigsten Branchen für Zeitungswerbung und die grössten Werbekunden;
Steuersätze und Arbeitsbedingungen für die Presse, Subventionen, Eigentumsregelungen und vieles mehr.
Der in Paris ansässige Weltverband der Zeitungen setzt sich weltweit für die Pressefreiheit und für die wirtschaftlichen Interessen der Zeitungsverlage ein. Als globale Organisation der Zeitungswirtschaft vertritt er 18.000 Zeitungen. Ihm sind 77 nationale Zeitungsverbände, 12 Nachrichtenagenturen, 11 regionale und internationale Presseverbände sowie Zeitungsunternehmen und Führungskräfte der Zeitungen in 102 Ländern angeschlossen.
Auskunft erteilt: Larry Kilman, Director of Communications, WAN, 7 rue Geoffroy St Hilaire, 75005 Paris, Frankreich; Tel.: +33 1 47 42 85 00, Fax: +33 1 47 42 49 48, Mobiltel.: +33 6 10 28 97 36; E-Mail: lkilman@wan.asso.fr |
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