Das Motto des Forums vom 30. November bis 3. December im indischen Hyderabad lautet „Mit weniger mehr erreichen: die neue redaktionelle Herausforderung“.
Ausführliche Angaben zum Forum, das gleichzeitig mit dem Weltkongress der Zeitungen und der Fachmesse Info Services Expo 2009 stattfindet, finden sich unter http://www.wanindia2009.com/home.as....
Zu den vom Weltverband der Zeitungen organisierten und vom indischen Zeitungsverband ausgerichteten Veranstaltungen werden 2000 Verleger, Vorstandsvorsitzende, Geschäftsführer, Chefredakteure und andere Führungskräfte der Zeitungswirtschaft erwartet. Sie kommen zu einem Zeitpunkt zusammen, zu dem die globale Finanzkrise zusätzlichen Druck auf die Redaktionen ausübt.
Die Forumsteilnehmer beraten über die folgenden Themen:
Die Anpassung des Digitalangebots an das Verbraucherverhalten. Im Mittelpunkt dieser Sitzung steht die Frage, wie Online-Nachrichten gelesen werden, und wie sich die Redakteure Kenntnisse über das Leserverhalten bei der Anpassung ihrer Online-Redaktionen zunutze machen können. Referenten sind Iñaki Palacios und Francisco Amaral, Geschäftsführer bei der spanischen Cases I Associats. Sie nimmt eine führende Position unter jenen Beratungsgesellschaften ein, die sich auf die Neugestaltung von Zeitungen und die Neuordnung von Zeitungsredaktionen spezialisiert haben.
Ist die Zukunft der Zeitung auch die Zukunft des Journalismus’? Gegenstand dieser Podiumsdiskussion ist die Schwierigkeit, im Zeitalter der Digitalisierung die journalistische Qualität zu halten. Die Diskussionsteilnehmer stellen sich folgenden Fragen: „Ist Qualitätsjournalismus ohne gedruckte Zeitung möglich? Haben Zeitungen ohne Eilmeldungen eine Zukunft? Sind schrumpfende Redaktionen die grösste Herausforderung für den Qualitätsjournalismus? Es diskutieren: Jaideep Bose, Chefredakteur der „Times of India“; James Orr, Online-Nachrichtenredakteur bei „The Christian Science Monitor“ (USA), Alan Rusbridger, Chefredakteur beim „Guardian“ (Grossbritannien); und Mahfuz Aman, Chefredakteur bei „The Daily Star“ (Bangladesh).
Die integrierte Redaktion - neue Abläufe, neue Erzähltechnik, neue Arbeitsplätze. Auf dieser Sitzung wird gefragt, wie sich die Zeitungsverlage weltweit auf die 24-Stunden-Redaktion eingestellt haben. Es wird unter anderem erläutert, welche neuen und strategisch wichtigen Arbeitsplätze zu besetzen sind, und wie man Berichte und Artikel für digitale Medien verfasst. Referenten sind Neil Benson, Redaktionsgeschäftsführer für Regionalausgaben bei „Trinity Mirror“ (Grossbritannien); Kate Marymont, für den Bereich Information Center Content zuständige Vizepräsidentin bei Gannett (USA); und Marco Pratellesi, Chefredakteur der Online-Ausgabe des „Corriere della Sera“ (Italien).
Geben die Zeitungen den Enthüllungsjournalismus auf? Gegenstand dieser Sitzung sind die Folgen der Redaktionsverkleinerung für den Enthüllungsjournalismus und für die althergebrachte Rolle der Zeitungen als Wächter der Demokratie. Referenten sind Nick Davies, Leitender Reporter beim „Guardian“ (Grossbritannien); Paul Steiger, Chefredakteur und Gründer von Propublica.org (USA); und Harinder Baweja, Stellvertretende Chefredakteurin bei „Tehelka“ (Indien). Weitere Redner werden noch bekannt gegeben.
Unternehmerischer Journalismus: der wachsende Einfluss reiner Online-Nachrichten. Immer mehr ehemalige Chefredakteure gründen Online-Unternehmen, mit denen sie die Chancen nutzen wollen, die ihre früheren Arbeitgeber ihrer Meinung nach übersehen. Es berichten unter anderem Rafat Ali, CEO und Gründer von paidcontent.org (USA), sowie Frédéric Filloux, Chefredakteur bei Schibsted International (Frankreich). Weitere Redner werden noch bekannt gegeben.
Brückenschlag über die Kluft zwischen Print und Online: die Erfahrungen der Schwellenmärkte und warum sie nicht ohne Auswirkungen auf die gesättigten Märkte bleiben werden. Diese Sitzung widmet sich den Erfahrungen der am schnellsten wachsenden Nachrichtenmärkte der Welt - Indien, Südasien, China und Brasilien - und dem, was die Zeitungsunternehmen in den Industrienationen daraus lernen können. Referenten sind unter anderem Rajesh Keira, Chefredakteur bei „Times Internet“ (Indien), und Walter de Mattos, Chefredakteur bei „Lance“ (Brasilien).
Mehr Chefredakteurinnen gleich mehr Leser? Im Mittelpunkt dieser Sitzung stehen die Rolle von Frauen in der Redaktion und der Einfluss weiblicher Führungskräfte auf die Leser. Referentinnen sind unter anderem Ferial Haffajee, Chefredakteurin bei „Mail & Guardian“ (Südafrika), und Alexandra Föderl-Schmid, Chefredakteurin bei „Der Standard“ (Österreich). Weitere Redner werden noch bekannt gegeben.
Schrumpfende Redaktionen: Ist die Ausgliederung redaktioneller Aufgaben die Lösung? Über die Vor- und Nachteile der Ausgliederung von Redaktionsaufgaben sowie über ihre Grenzen sprechen Stella Dawson, Redakteurin bei „Treasury News“ und Reuters (Grossbritannien); Arun Jethmalani, CEO bei „ValueNotes“ (Indien); und Tony Joseph, CEO und Gründer von Mindworks Global Media Services (Indien).
Personalisierte Nachrichten: Was ist heute schon möglich, und was wird morgen möglich sein? Gegenstand dieser Sitzung sind Nachrichten, die wunschgemäss auf einen bestimmten Leser oder Leserkreis zugeschnitten werden. Referenten sind Freddy Mini, CEO bei Netvibes (Frankreich und USA), und Jan Bierhoff, Direktor der Universität ECDC in den Niederlanden.
Visueller Journalismus: die Zunahme textfreier Nachrichten. Über die wachsende Bedeutung von Infografiken und anderen Abbildungen sprechen Jördis Guzman Bulla, Art-Direktorin bei der „Welt am Sonntag“, und Robb Montgomery, Chefredakteur und Gründer von visualeditors.com (USA).
Wie man in der Redaktion eine Abteilung für Internetfernsehen gründet. Hilfe zur Selbsthilfe mit Matt Kelly, Mitherausgeber beim „Daily Mirror“ und mirror.co.uk (Grossbritannien); Anders Refnov, Web-TV-Manager bei „Ekstrabladet“ (Dänemark); Espen Egil Hansen, Chefredakteur bei VG (Norwegen); und Jessica Mayberry, Projektleiterin bei Video Volunteers (Indien und USA).
Ethik: Verändert das digitale Nachrichtenwesen journalistische Normen und Werte? Im Mittelpunkt dieser Sitzung stehen einige der wichtigsten Fragen, die sich Redakteure in Anbetracht der Digitalisierung stellen: Wer kontrolliert die von Lesern eingereichten Nachrichtenbeiträge? Sollen Leserkommentare vor oder nach der Veröffentlichung abgeschwächt werden? Macht Internetwerbung blind für die Nachrichten? Können die digitalen Medien die althergebrachten Grundlagen und Werte des Qualitätsjournalismus’ bewahren? Referenten sind Howard Finberg, Leiter der Interactive Learning and News University am Poynter Institute (USA); Gerfried Sperl, Medienberater und Kolumnist (Österreich)); Stephen Pritchard, Leserredakteur beim „Observer“ (Grossbritannien) und Präsident des Ombudsleuteverbands Organisation of News Ombudsmen (Grossbritannien); und Philippe Karsenty, Vorstandsvorsitzender und Gründer von Media-Ratings (Frankreich).
Ausführliche Angaben unter anderem zur Anmeldung und zu Begleitveranstaltungen sowie ein Teilnehmerverzeichnis finden sich unter http://www.wanindia2009.com/home.as....
Das in Paris ansässige World Editors Forum (www.worldeditorsforum.org) ist die Organisation der Chefredakteure und anderer Führungskräfte der Zeitungswirtschaft unter dem Dach des Weltverbands der Zeitungen (WAN). WAN vertritt als globale Organisation der Zeitungswirtschaft 18.000 Zeitungen. Ihm sind 77 nationale Zeitungsverbände, 12 Nachrichtenagenturen, 11 regionale und internationale Presseverbände sowie Zeitungsunternehmen und Führungskräfte der Zeitungen in 102 Ländern angeschlossen.
Auskunft erteilt: Larry Kilman, Director of Communications, WAN, 7 rue Geoffroy St Hilaire, 75005 Paris, Frankreich; Tel.: +33 1 47 42 85 00, Fax: +33 1 47 42 49 48, Mobiltel.: +33 6 10 28 97 36; E-Mail: lkilman@wan.asso.fr. |