Luiz Antonio Costa wurde am 23. Juli in Sao Bernardo, einem Vorort von Sao Paulo, bei der einer Arbeit für die Wochenzeitschrift „Epoca” aus nächster Nähe erschossen. Der Fotojournalist hatte über die Besetzung eines dem Autohersteller Volkswagen gehörenden Gebäudes durch Angehörige der Bewegung für Wohnungslose berichtet. Nach Augenzeugenberichten hatte der Täter angeblich versucht, Costas Kamera zu stehlen und ihn, als er Widerstand leistete, erschossen.

Nicanor Linhares Batista wurde am 30. Juli von einen Unbekannten erschossen, als er seine tägliche Sendung „Encontro Político" aufzeichnete. Berichten zufolge schoss der Täter mehrere Male auf Linhares aus nächster Nähe, bevor er vom Ort des Geschehens auf auf einem Motorrad flüchtete. Linhares, Besitzer und Moderator des Rundfunksenders Rádio Vale do Jaguaribe, im nordöstlichen Staat Ceará, starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Ein Tontechniker des Senders war Zeuge des Mordes. Die lokalen Behörden untersuchen dem Vernehmen nach, ob es sich um einen Auftragsmord handelte. Ein Motiv für die Tat konnte bisher nicht festgestellt werden. Nach Angaben der brasilianischen Zeitung Diário do Nordeste hatte Batista bereits in der Vergangenheit Drohungen erhalten.

Edgar Ribeiro Pereira de Oliveira, Mitinhaber der Wochenzeitschrift „Boca do Povo",

wurde am 9. Juni von unbekannt entkommenen Tätern in Campo Grande im Staat Mato Grosso do Sul durch 15 aus einem Auto abgefeuerte Schüsse getötet.. „Boca do Povo" ist in der Region für die Berichterstattung über Korruption offizieller Stellen, über Drogenhandel und organisiertes Verbrechen bekannt. Nach Angaben des leitenden Untersuchungsbeamten Valmir Messa hatte Pereira de Oliveira von keinen Morddrohungen vor dem Überfall berichtet.

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