WAN begüsst die couragierte Tsunami-Berichterstattung

 

 

Der Weltverband der Zeitungen hat heute den grossartigen Einsatz der Zeitungsredakteure in der Provinz Aceh, Nordsumatra, Indonesien, hochgelobt für die Herausgabe ihrer Publikation nur wenige Tage nachdem der Tsunami die Region verwüstet hatte und die Hälfte der Mitarbeiter der Zeitung zu Tode gekommen war sowie alle Produktions- und Vertriebseinrichtungen zerstört worden waren.

 

„WAN bittet seine Mitglieder, eine finanzielle Spende - wie gering auch immer - in Erwagung zu ziehen und an unsere Kollegen bei der Zeitung Serambi Indonesia Daily zu senden, die ihrer Arbeit, die Menschen in dieser verwüsteten Region zu informieren, unter den furchtbarsten Bedingungen weiter nachgehen“, sagte Timothy Balding, Generaldirektor des in Paris ansässigen WAN.

Die Hälfte der 200 Mitarbeiter kam zu Tode, die Druckanlagen wurden zerstört und das Büro der Zeitung schwer beschädigt, so Sentrijanto, Direktor von PT Indopersda Primamedia, einer Holdinggesellschaft von 10 Zeitungen Indonesiens, einschliesslich Serambi Indonesia. Viele Überlebende verloren Familienangehörige und die Häuser der meisten von ihnen wurden zerstört.

Doch die Zeitung, ansässig in Banda Aceh, einem der am stärksten betroffenen Gebiete, hat bereits fünf Tage nach der Katastrophe die Herausgabe der Zeitung wieder aufgenommen und konnte so die örtliche Bevölkerung darüber informieren, wo sie Nahrungsmittel, ärztliche Hilfe und Nachrichten von Angehörigen und Freunden bekommen könne.

Bewerkstelligen konnte sie dies nur durch Einrichtung eines kleinen Behelfsbüros und das Drucken der Zeitung in einer zweiten Anlage in Lhokseumawe, das fünf Stunden Fahrt von Banda Aceh entfernt ist. Zwei Wochen lang nach der Katastrophe wurde die Zeitungen kostenlos verteilt. Sie wird jetzt für 1.500 Rupien (16 US Cent) verkauft.

„Die meisten Reporter und Mitarbeiter haben ihre Familien, ihre Häuser und ihren gesamten Besitz verloren," sagte Sentrijanto. „Ohne über Einnahmen zu verfügen, da Anzeigen jetzt wegfallen und wir die Zeitung frei abgegeben haben, muss die Firma jeden Tag Geld ausgeben."

„Wie konnten sie die Zeitung fünf Tage nach der Katastrophe schon wieder herausgeben nach dem Verlust der Hälfte der Reporter und anderen Mitarbeiter? Die Antwort ist, sie fühlten sich als einzige in Aceh erscheinende Lokalzeitung verantwortlich,“ sagte er..

Selbst in besten Zeiten, hat die Zeitung Schwierigkeiten, da sie in einer Region erscheint, in der sie sich mit einer gewaltsamen Unabhängigkeitsbewegung auseinandersetzen muss. Die Auflage, die zwischen 25.000 und 30.000 täglich verkauften Exemplaren lag, ist seit der Flut auf 10.000 zurückgegangen.

Für Informationen, wie Spenden Serambi Indonesia erreichen, bitte Kontakt aufnehmen mit Sentrijanto unter sentrijanto@persda.co.id.

Die Allianz Unabhängiger Journalisten in Indonesien nimmt ebenfalls Spenden für indonesische Journalisten und deren Familien entgegen. Für Informationen, wie Spenden die Stelle erreichen, bitte Kontakt aufnehmen mit sekretariatnya_AJI@yahoo.com.

Eine Liste der Organisationen, die Spenden für Journalisten und die Presse weltweit sammeln, findet sich im International Journalists Network, www.ijnet.org/FE_Article/home.asp.

Der in Paris ansässige WAN hat sich als globale Organisation der Zeitungswirtschaft die Verteidigung und Förderung der Pressefreiheit in aller Welt zum Ziel gesetzt. Er vertritt 18.000 Zeitungen. Zu den Mitgliedern gehören 72 nationale Zeitungsverbände, Führungskräfte der Zeitungen in 102 Ländern, 13 Nachrichtenagenturen sowie zehn regionale und internationale Presseorganisationen.

Auskunft erteilt: Larry Kilman, Director of Communications, WAN, 7 rue Geoffroy St Hilaire, 75005 Paris, Frankreich, Tel.: +33 1 47 42 85 00, Fax: +33 1 47 42 49 48, Mobil: +33 6 10 28 97 36, E-Mail: lkilman@wan.asso.fr.

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