Die Vertreter des Weltverbandes der Zeitungen (WAN) wollen die FIFA davon überzeugen, auf die Einschränkungen zu verzichten. Nach Ansicht der Pressevertreter verhindern sie eine umfassende Berichterstattung, was sich vor allem auf die Veröffentlichung im Internet auswirkt.
Im Oktober kündigte die FIFA an, jedes Medienhaus, das über die Weltmeisterschaft berichten will, muss sich verpflichten, mit der Veröffentlichung von Fotos auf seiner Internetseite bis eine Stunde nach Spielende zu warten. Auch die Anzahl der Fotos, die gezeigt werden darf, ist streng begrenzt.
Nach Meinung der FIFA sind die Sperrfrist und die Mengenbegrenzung zum Schutz ihrer Verträge mit Lizenznehmern notwendig, die für die Live-Übertragungsrechte mehrere Millionen Euro zahlen.
Darüber hinaus macht die FIFA Vorgaben für die Veröffentlichung von Fotos in Druckmedien. Dies betrifft beispielsweise die Verwendung von Überschriften, Bildunterschriften oder Grafiken, die innerhalb des Bildes vorkommen. Der Weltverband der Zeitungen betrachtet solche Vorgaben als Eingriff in die redaktionelle Freiheit.
Schon seit längerem verhandeln der Weltverband und eine Koalition von weltweit führenden Nachrichtenagenturen mit der FIFA über die Zurücknahme dieser Beschränkungen. Dabei machen sie geltend, dass die Vorschriften den freien Informationsfluss behindern und die Berichterstattung im Internet keine Gefahr für die Fernsehanstalten darstellt.
Der Delegation gehören an: Hans Heinrich Coninx, Vizepräsident des WAN und Vorstandsvorsitzender von TA Media in der Schweiz; Timothy Balding, Chief Executive Officer des WAN; George Brock, Präsident des Internationalen Forums der Chefredakteure und Herausgeber der „Times of London“; Daniel Kaczynski, Geschäftsführer des Verbandes der überregionalen Zeitungen der Schweiz; Pierre Louette, Vorstandsvorsitzender von Agence France-Presse als Vertreter von AFP, Reuters, Associated Press und Getty; und Steve Oram, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Sportrechte des WAN und Direktor des Zeitungsverlegerverbandes in Großbritannien und Nordirland.
Der in Paris ansässige WAN vertritt 18.000 Zeitungen und Führungskräfte der Zeitungen und setzt sich als weltweit tätiger Dachverband der Zeitungswirtschaft für den Schutz und die Förderung der Pressefreiheit ein. Ihm sind 73 nationale Zeitungsverbände, 11 Nachrichtenagenturen, neun regionale und internationale Presseverbände sowie Zeitungsunternehmen und Einzelmitglieder in 102 Ländern angeschlossen.
Für weitere Informationen: Larry Kilman, Director of Communications, WAN, 7 rue Geoffroy St Hilaire, 75005 Paris, Frankreich; Tel.: +33 1 47 42 85 00, Fax: +33 1 47 42 49 48, Mobil: +33 6 10 28 97 36, E-Mail: lkilman@wan.asso.fr |