WM-Beschränkungen für Webmedien aufgehoben

 

 

Der Weltfussballverband (FIFA) und der Weltverband der Zeitungen (WAN) gaben heute die Aufhebung aller Beschränkungen für die digitale Veröffentlichung von Fotos der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006 bekannt.

 

Eine entsprechende Einigung kam bei einem privaten Treffen zwischen FIFA-Präsident Joseph S. Blatter und dem CEO des WAN, Timothy Balding, zustande, der ebenfalls eine Gruppe bedeutender Nachrichtenagenturen (Agence France-Presse, Associated Press, Reuters, Getty Images, DPA und EPA) vertrat.

Joseph S. Blatter zur Einigung: „Unsere Gespräche waren konstruktiv und Ausdruck des Willens der FIFA, eine für beide Seiten vorteilhafte Lösung zu finden. Fast alle namhaften Printmedien verfügen heute über eine Online-Ausgabe, da sich die Lesegewohnheiten vermehrt ins Internet verschoben haben.

Wir haben erkannt, dass die Veröffentlichung von Bildern und Texten im Sinne einer transparenten Informationspolitik, die der Pressefreiheit entspricht, gleich zu behandeln ist.

Ich bin froh, dass wir unsere anfängliche Position überdenken und den begründeten Anliegen des WAN letztlich Rechnung tragen konnten.

Ich freue mich für die Zukunft auf einen offenen und fortwährenden Dialog. Um weitere Missverständnisse zu vermeiden, habe ich den WAN gebeten, einen Vertreter in die FIFA-Medienkommission, die sich offen und konstruktiv mit wichtigen Fragen in Zusammenhang mit den Beziehungen zu den Medien befasst, zu entsenden.“

Timothy Balding hielt seinerseits fest: „Der WAN und die Weltpresse begrüssen diese weise und weitsichtige Entscheidung von Joseph S. Blatter, die weltweit Dutzenden Millionen von Online-Zeitungslesern zugute kommen wird.

Indem die FIFA die Beschränkung der Anzahl Bilder, die ins Internet gestellt werden dürfen, aufhebt und deren freie Veröffentlichung während der WM-Spiele zulässt, wahrt sie die traditionellen Werte der Pressefreiheit und den ungehinderten Informationsfluss zu den Medien und ihren Nutzern.

Wir wissen, dass dies für die FIFA keine einfache Entscheidung war, weshalb die Einigung umso erfreulicher ist.“

In Anbetracht ihrer Vertragspflichten gegenüber den Rechteinhabern hatte die FIFA anfänglich die Anzahl Fotos beschränkt, die im Internet publiziert werden dürfen, und für deren Veröffentlichung eine Sperrfrist von zwei Stunden ab Spielende verhängt. Der WAN und die Gruppe der Nachrichtenagenturen protestierten gegen diese Beschränkungen, da sie in ihren Augen gegen die Informationsfreiheit der Medien verstiessen.

Der in Paris ansässige WAN vertritt 18.000 Zeitungen. Ihm sind 73 nationale Zeitungsverbände, 11 Nachrichtenagenturen, neun regionale und internationale Presseverbände sowie Zeitungsunternehmen und Einzelmitglieder in 102 Ländern angeschlossen.

Auskunft erteilt: Larry Kilman, Director of Communications, WAN, 7 rue Geoffroy St Hilaire, 75005 Paris, Frankreich; Tel.: +33 1 47 42 85 00, Fax: +33 1 47 42 49 48, Mobil: +33 6 10 28 97 36, E-Mail: lkilman@wan.asso.fr

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