Nelson Nadura wurde am 2. Dezember von zwei unerkannt entkommenen Männern in der Stadt Masbate erschossen. Der Überfall erfolgte kurz nachdem er den Rundfunksender DYME auf seinem Motorrad verlassen hatte. Dort war er Moderator der regelmässig ausgestrahlten Sendung „Opinion Publico”. Ein Tatmotiv ist zwar noch nicht ermittelt worden, aber nach Angaben der Polizei könnten hinter dem Attentat Naduras frühere Verbindungen zu der New People’s Army stehen, einer seit 1969 gegen die Regierung kämpfenden Guerrillaorganisation.
Juan „Jun" Pala wurde am 6. September von Unbekannten ermordet, als er sich in Begleitung eines Leibwächters in Davao City auf dem Weg nach Hause befand. Die Täter hatten von einem Motorrad aus neun Schüsse auf ihn abgegeben. Pala, Moderator der Sendung „Isumbong Mo Kay Pala" (Sagt es Pala) des Rundfunksenders DXGO, war vor seinem Tod bereits mehrmals das Ziel von Übergriffen gewesen. Nachdem der Journalist im April 2003 durch Schüsse während einer Taxifahrt verletzt worden war, hatte er seine Sendung Zuhause aufgezeichnet. Die Gründe für seinen Mord sind unklar. Pala war jedoch nicht nur bekannt für seine Kritik an den kommunistischen Rebellen, sondern in den letzten Jahren hatte er seine Sendung auch auf die Aufdeckung von Korruption unter lokalen Politikern ausgerichtet.
Rico Ramirez wurde am 20. August von der Polizei am Strassenrand in der Stadt San Francisco in der Provinz Agusan del Sur aufgefunden. Der Journalist, Reporter beim Rundfunksender DXSF, wurde Berichten zufolge in der Nähe des Rundfunksenders von zwei Männern in den Rücken geschossen. Der Leiter des Büros war Zeuge des Vorfalls. Ein Motiv konnte bisher nicht ermittelt werden. Vermutungen zufolge steht der Mord an dem Journalisten im Zusammenhang mit dessen kürzlich geäusserter Kritik an dem lokalen organisierten Verbrechen und an Drogenhändlern.
Noel Villarante wurde am 19. August von zwei Unbekannten in seinem Haus in Santa Cruz, Provinz Laguna, erschossen. Berichten zufolge konnte sich der Rundfunkjournalist Villarante nach ersten Schüssen noch ins Haus retten. Bei dem Versuch seiner Familie, ihn ins Krankenhaus zu bringen, starteten die Täter erneut einen Angriff, bei dem Villarante aus nächster Nähe erschossen wurde. Der für den lokalen Rundfunksender DZJV sowie für die Lokalzeitung „Laguna Score" tätige Journalist hatte die Regionalbehörden häufig wegen Korruption kritisiert und sich gegen illegale Glücksspiele ausgesprochen.
Bonifacio Gregorio wurde am 8. Juli von unbekannten Tätern vor seinem Haus in La Paz mit drei Kopfschüssen getötet. Gregorio, Reporter für die lokale Wochenzeitschrift „Dyaryo Banat", war vormals Gemeindevorsteher und hatte drei Jahre lang für die Lokalzeitung gearbeitet. Nach ersten polizeilichen Untersuchungsergebnissen ist das Attentat von einem gedungenen Mörder verübt worden, der nach der Tat zu Fuss floh. Gregorio war wegen seiner Kritik am Bürgermeister von La Paz, Dionisio Manuel, wegen dessen illegaler Aktivitäten bekannt. Der Bürgermeister hat jegliche Beteiligung an dem Journalistenmord abgestritten.
Apolinario "Polly" Pobeda, Rundfunkmoderator der Sendung „Wer sind sie?" bei DWTI-AM in Lucena-Stadt, wurde am frühen Morgen des 17. Mai auf dem Weg zur Arbeit auf seinem Motorrad ermordet. Unbekannt entkommene Täter hatten sieben Schüsse auf ihn abgegeben, Pobeda wurde auf schnellstem Weg ins Krankenhaus gebracht, bei der Ankunft konnte aber nur noch der Tod festgestellt werden. Lokalen Quellen zufolge könnte der Mord wegen der hartnäckigen Kritik des Journalisten an korrupten Kommunalbeamten politisch motiviert gewesen sein.
John Villanueva wurde am Abend des 28. April aus einem Hinterhalt von zwei bewaffneten Männern überfallen. Der Journalist, Radiosprecher beim Rundfunksender DZGB in Legaspi-Stadt, befand sich bei dem Überfall auf dem Heimweg zu seiner nur 200 Meter entfernten Wohnung in Camalig. Villanueva starb eine Stunde später im Krankenhaus. Ein Motiv ist bisher nicht bekannt. Örtliche Beamte behaupten, der Journalist sei der Unterstützung der kommunistischen Guerilla verdächtig. |