Von oben links im Uhrzeigersinn: Edgar Damalerio, Kurt Schork, Mohammed Abu und Veronika Cherkasova. Alle waren Journalisten. Alle wurden ermordet. Niemand wurde je für diese Morde vor Gericht gestellt.

Stellen Sie sich vor, das Undenkbare geschieht: Sie müssen mit Ihrem Leben für einen Artikel bezahlen, den Sie geschrieben, für ein Foto, das Sie aufgenommen haben, weil jemand sich verletzt fühlte, weil ein empfindliches Thema angesprochen wurde.

Stellen Sie sich vor, die Person, die Sie mit einem Schuss in den Kopf, die Sie mit Messerstichen getötet, die eine Bombe in Ihr Büro geschleudert hat - läuft für den Rest ihres Lebens frei herum. Ihre Familie hingegen, Ihre Freunde und Ihre Kollegen haben grosse Schwierigkeiten in ihrem Leben damit zurechtzukommen, dass Ihr Mörder nie gefasst wurde. Das trifft auf Hunderte von Journalisten zu, die in den letzten zehn Jahren getötet wurden.

Die Risiken, die Journalisten in der Ausübung ihres Berufes eingehen und auch die manchmal tödliche Gefährdung eines Reporters oder Kameramanns rücken heute immer stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Aber nur wenigen ist bekannt, dass die grosse Mehrheit der an Journalisten verübten Verbrechen unbestraft bleibt.

Deshalb hat WAN die diesjährige Kampagne zum Internationalen Tag der Pressefreiheit unter das Motto „Morde ohne Sühne - Mörder ohne Strafe“ gestellt. Wir wollen die Bewusstseinsbildung für die Kultur der Straflosigkeit stärken. Wir wollen Druck ausüben auf die Regierungen im Zusammenhang mit diesem Tatbestand. Wir wollen dieser Entwicklung ein Ende setzen.

Dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Wir bieten Ihnen ein ganzes Paket mit redaktionellem und Anzeigenmaterial an wie Interviews, Essays, Infografiken, im Jahr 2004 getötete und inhaftierte Journalisten mit Einzelheiten zu jedem Fall, Karikaturen, Fotos und Anzeigen. Und wir möchten Sie darin bestärken, sich an der Kampagne gegen Morde ohne Sühne durch Nutzung des Materials insgesamt oder einiger Teile in Ihrer Publikation am 3.Mai oder dem nächstgelegenen Datum beteiligen.

Das Bewusstsein stärken. Der Kultur der Straflosigkeit Einhalt gebieten. Druck auf Regierungen ausüben. Im Namen der freien Meinungsäusserung.

 

 

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