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Elfenbeinküste (1)

Antoine Massé, Inlandskorrespondent der privaten, regierungsfreundlichen Zeitung „Le Courrier d’Abidjan“, kam am 7. November bei Zusammenstössen zwischen der regulären Armee, Demonstranten und Angehörigen der französischen Friedenstruppen (Force Licorne) ums Leben. Massé, der auch als Dozent für Literatur arbeitete, wurde bei der Berichterstattung über eine Demonstration, mit der das Vorrücken der französischen Truppen von dem Dorf Man nach Osten auf Abidjan verhindert werden sollte, von einem Schuss tödlich getroffen. In einer Verlautbarung der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte (VDS) der Elfenbeinküste hiess es, am 7. November seien drei Soldaten, ein Polizist, ein Zollbeamter und drei Zivilisten ums Leben gekommen, als französische Soldaten im „Duékoué corridor“ in Duékoué und Dibobly das Feuer eröffnet hätten. Dem Vernahmen nach teilte FDS-Sprecher Oberstleutnant Jules Yao Yao internationalen Beobachtern mit, bei einem der Zivilisten habe es sich um Massé gehandelt.

Gambia (1)

Deyda Hydara, geschäftsführender Redakteur und Mitinhaber der unabhängigen Zeitung „The Point“, wurde am Abend des 16. Dezember von zwei Unbekannten in der Hauptstadt Banjul erschossen. Der Journalist war mit seinem Wagen auf dem Weg von einer Feier anlässlich des dreizehnjährigen Bestehens seiner Zeitung nach Hause in einen Hinterhalt geraten. Mit im Auto befanden sich zwei andere Mitarbeiter von „The Point“, die bei dem Überfall verletzt wurden. In den letzten Monaten wirkte der altgediente Journalist und Vorkämpfer für die Pressefreiheit Hydara an einer Kampagne zur Abschaffung eines repressiven Mediengesetzes mit, nach dem jeder Journalist der Zulassung durch ein staatliches Mediengremium bedurft hätte. Bislang hat es in der Sache keine Festnahmen gegeben.
 

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