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Irak (23)

Dhia Najim, ein unter anderem für die Nachrichtenagenturen Reuters und The Associated Press freiberuflich tätiger Kameramann, wurde am 1. November mit einem Kopfschuss getötet, als er über Kämpfe in der Stadt Ramadi 115 Kilometer westlich Baghdads berichtete. Auf einem Videofilm, der von einem oberen Stockwerk eines nahe gelegenen Gebäudes gedreht wurde, ist angeblich zu sehen, wie der Iraker seine Deckung hinter einer halbhohen Mauer verlässt. Sobald er sich zeigt, hört man einen lauten Schuss, und er fällt mit lang ausgestreckten Armen zu Boden. An demselben Tag hatte Najim schwere Strassenkämpfe zwischen US-Truppen und Aufständischen gefilmt. Da auf dem Band mit Najims Tod aber kein Kampflärm zu hören ist, besteht die Möglichkeit, dass er von einem Scharfschützen getötet wurde.

Liqaa Abdul Razzak, irakische Nachrichtensprecherin beim irakischen Fernsehsender Al-Sharqiya, wurde am 27. Oktober in Bagdad erschossen. Sie war mit zwei Begleitern in einem Taxi unterwegs, als von einem anderen Fahrzeug aus das Feuer auf sie eröffnet wurde. Abdul Razzak und mindestens einer ihrer Mitfahrer, ein Dolmetscher, kamen ums Leben. Die Journalistin hatte vor ihrem Tod angeblich keine Morddrohungen erhalten, und es ist ungeklärt, ob sie wegen ihrer beruflichen Tätigkeit zum Ziel der Täter wurde.

Karam Hussein, irakischer Fotograf bei der in Deutschland ansässigen Europäischen Pressefotoagentur (EPA), wurde am 15. Oktober von mehreren Unbekannten vor seinem Haus in der nordirakischen Stadt Mosul niedergeschossen. Das Motiv für die Tat ist einheimischen Quellen zufolge unbekannt.

Dina Mohammed Hassan, Korrespondentin beim irakischen Fernsehsender Al-Hurriya, wurde am 14. Oktober im Bagdader Stadtbezirk Adhamiya aus einem fahrenden Auto heraus niedergeschossen. Augenscheinlich wartete sie vor ihrem Wohnhaus auf ein Auto, mit dem sie zur Arbeit fahren wollte. Die Journalistin starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Dem Vernehmen nach hatte sie vor der Tat keine Drohungen erhalten.

Mazen al-Tumeizi, Reporter des Fernsehsenders Al-Arabiya, starb am 12. September, als Berichten zufolge ein US-Hubschrauber Raketen und Maschinengewehrsalven auf ein fahruntaugliches amerikanisches Fahrzeug abfeuerte. In einer von Al-Arabiya verbreiteten Filmaufnahme ist zu sehen, wie al-Tumeizi einen Bericht vorbereitete, als sich hinter ihm eine Explosion ereignete und ihn zu Boden warf. Dem Vernehmen nach waren in der Morgendämmerung auf der Haifa-Strasse im Zentrum Bagdads Kämpfe ausgebrochen, in deren Verlauf ein bewaffnetes US-Fahrzeug Feuer fing und die aus vier Mann bestehende Besatzung aussteigen musste. Als sich eine Menschenmenge angesammelt habe, sei von dem Hubschrauber aus das Feuer eröffnet worden.

Enzo Baldoni, freiberuflicher Journalist, wurde zwischen dem 20. und 26. August von einer Gruppierung, die sich selbst als „Die islamische Armee im Irak“ bezeichnet, entführt und ermordet. Der Italiener Baldoni befand sich auf der Fahrt in die Stadt Nadschaf. Als Bedingung für seine Freilassung hatten die Entführer die Regierung in Rom aufgefordert, ihr 3000 Mann starkes Militärkontingent aus dem Irak abzuziehen. Als ihrem Verlangen nicht entsprochen wurde, brachten sie Baldoni um. Wie es heisst, wollte der 56-Jährige im Irak für ein Buch über militante Gruppen recherchieren.

Mahmoud Hamid Abbas, ein irakischer Kameramann des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF), wurde am 15. August in Falludschah getötet. Wie das ZDF berichtete, hatte Abbas am gleichen Tag telefonisch mitgeteilt, er habe die Bombardierung eines Hauses in Falludschah durch US-Truppen gefilmt und werde nach Bagdad zurückkehren. Eine halbe Stunde später habe er erneut beim Sender angerufen und einen laufenden Angriff gemeldet, bevor die Leitung zusammengebrochen sei. Beim ZDF erfuhr man von seinem Tod am nächsten Tag, nachdem die Leiche Abbas‘ in eine Moschee in Falludschah gebracht worden war. Die genauen Umstände des Todes von Abbas sind nach wie vor unklar.

Shinsuke Hashida, ein freiberuflich tätiger japanischer Journalist, wurde am 27. Mai auf dem Weg von der im Süden des Iraks gelegenen Stadt Samawah nach Bagdad getötet, als sein Auto unter Beschuss genommen wurde. Dem Vernehmen nach berichtete Hashida gerade für die japanische Boulevardzeitung „Nikkan Gendai“ über die japanischen Truppen im Irak. Der Neffe des Journalisten, der auch als Freiberufler arbeitete, und ihr Dolmetscher kamen bei dem Angriff ebenfalls ums Leben. Der irakische Fahrer konnte das Fahrzeug, dass zuerst in Flammen aufging und dann explodierte, noch rechtzeitig verlassen. Das japanische Aussenministerium hat zwar den Vorfall, nicht aber die Identität der drei Toten bestätigt.

Kotaro Ogawa, ein freiberuflich tätiger japanischer Journalist, wurde am 27. Mai auf dem Weg von der im Süden des Iraks gelegenen Stadt Samawah nach Bagdad getötet, als sein Auto unter Beschuss genommen wurde. Der Onkel des Journalisten, der auch als Freiberufler arbeitete, und ihr Dolmetscher kamen bei dem Angriff ebenfalls ums Leben. Der irakische Fahrer konnte das Fahrzeug, dass zuerst in Flammen aufging und dann explodierte, noch rechtzeitig verlassen. Das japanische Aussenministerium hat zwar den Vorfall, nicht aber die Identität der drei Toten bestätigt.

Waldemar Milewicz wurde am 7. Mai durch Schüsse aus einem vorbeifahrenden Auto getötet. Er befand sich gerade auf dem Weg zu einem polnischen Militärstützpunkt südlich Bagdads. Milewicz war polnischer Staatsbürger und arbeitete für den öffentlich-rechtlichen Fernsehsender TVP. Der Bildredakteur des mehrfach ausgezeichneten Fernsehjournalisten, Mounir Bouamrane, kam bei dem Anschlag ebenfalls ums Leben. Nach Angaben des Fahrers des Wagens, in dem die zwei Journalisten unterwegs waren, hatten sich die Attentäter mit ihrem Fahrzeug von hinten genähert und das Feuer eröffnet. Dabei sei Milewicz auf dem Rücksitz tödlich getroffen worden. Das Fernsehteam war erst drei Tage zuvor im Irak eingetroffen.

Mounir Bouamrane wurde am 7. Mai durch Schüsse aus einem vorbeifahrenden Auto getötet. Er befand sich gerade auf dem Weg zu einem polnischen Militärstützpunkt südlich Bagdads. Bouamrane arbeitete als Bildredakteur für den öffentlich-rechtlichen polnischen Fernsehsender TVP. Sein Kollege Waldemar Milewicz kam bei dem Anschlag ebenfalls ums Leben. Nach Angaben des Fahrers des Wagens, in dem die zwei Journalisten unterwegs waren, hatten sich die Attentäter mit ihrem Fahrzeug von hinten genähert und das Feuer eröffnet. Dabei sei zuerst Milewicz tödlich getroffen worden. Als Bouamrane und die anderen Mitglieder des Fernsehteams ausgestiegen seien, hätten die Angreifer erneut geschossen und Bouamrane getroffen. Bouamrane besass die polnische und die algerische Staatsangehörigkeit und arbeitete schon seit 15 Jahren bei TVP. Das Fernsehteam war erst drei Tage zuvor im Irak eingetroffen.

Assad Kadhem starb am 19. April durch Schüsse von US-Soldaten, als er einen Angriff auf einen US-Stützpunkt in der zentralirakischen Stadt Samara nördlich von Bagdad filmte. Der irakische Journalist arbeitete für den von den Alliierten finanzierten Fernsehsender Al-Iraqiya. Sein Fahrer kam bei dem Vorfall, dessen genaue Umstände ungeklärt sind, ebenfalls ums Leben.

Burhan Mohamed Mazhour starb am 26. März in Falludschah im Anschluss an ein Feuergefecht, zu dem es im Verlauf von Hausdurchsuchungen durch Einheiten der US-Marineinfanterie kam. Mazhour, der freiberuflich für den amerikanischen Fernsehsender ABC arbeitete, stand mit anderen Journalisten zusammen, als die US-Truppen angeblich in ihre Richtung feuerten. Mazhour wurde von einer Kugel im Kopf getroffen und starb im Krankenhaus.

Ali al-Khatib erlag am 19. März im Krankenhaus den Schussverletzungen, die er am Abend des Vortages in der Nähe eines Kontrollpunktes der US-Truppen in Bagdad erlitten hatte. Der bei dem Nachrichtensender Al-Arabiyya mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten beschäftigte Reporter gehörte einem vier Personen starken Fernsehteam an, das über die Folgen eines Raketenangriffs auf das Hotel Burj al-Hayat berichten wollte. Dem Vernehmen nach ereignete sich der Vorfall, nachdem jemand unbeabsichtigt ein Fahrzeug in eine Sperre nahe des Kontrollpunktes gelenkt hatte. Wie ein Mitglied des Fernsehteams berichtete, kamen die Schüsse aus Richtung der US-Truppen.

Nadia Nasrat starb am 18. März in der Kleinstadt Baqouba, als Unbekannte das Feuer auf den Bus eröffneten, mit dem er gerade unterwegs war. Der Nachrichtensprecher arbeitete für die von der provisorischen Regierung betriebene Sendeanstalt Iraq Media Network (IMN). Der Bus war mit Beschäftigten des Senders auf dem Weg zu dessen Medienzentrum in Diyala und näherte sich gerade von der Landstrasse aus der Zufahrtsstrasse zum Sender, als er Berichten zufolge von einem mit drei Männern besetzten Auto überholt und unter Beschuss genommen wurde. Die Täter konnten fliehen.

Ali Abdel Aziz wurde am 18. März in der Nähe eines Kontrollpunktes der US-Truppen in Bagdad erschossen. Der bei dem Nachrichtensender Al-Arabiyya mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten beschäftigte Kameramann gehörte einem vier Personen starken Fernsehteam an, das über die Folgen eines Raketenangriffs auf das Hotel Burj al-Hayat berichten wollte. Dem Vernehmen nach ereignete sich der Vorfall, nachdem jemand unbeabsichtigt ein Fahrzeug in eine Sperre nahe des Kontrollpunktes gelenkt hatte. Wie ein Mitglied des Fernsehteams berichtete, kamen die Schüsse aus Richtung der US-Truppen.

Safir Nader starb am 1. Februar, als auf die Büroräume der Patriotischen Union Kurdistans und der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) zwei Selbstmordattentate verübt wurden. Dort fanden auf Einladung der zwei Gruppierungen gerade Feierlichkeiten aus Anlass des ersten Tages der muslimischen Feiertage Eid statt. Nader, Kameramann des von der KDP betriebenen Fernsehsenders Qulan TV, sollte dem Vernehmen nach über die Veranstaltung berichten. Bei den Anschlägen kamen über 100 Menschen, darunter mehrere führende Mitglieder beider Parteien, ums Leben.

Haymin Mohamed Salih starb am 1. Februar, als auf die Büroräume der Patriotischen Union Kurdistans und der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) zwei Selbstmordattentate verübt wurden. Dort fanden auf Einladung der zwei Gruppierungen gerade Feierlichkeiten aus Anlass des ersten Tages der muslimischen Feiertage Eid statt. Salih, Kameramann des von der KDP betriebenen Fernsehsenders Qulan TV, sollte dem Vernehmen nach über die Veranstaltung berichten.

Abdel Sattar Abdel Karim starb am 1. Februar, als auf die Büroräume der Patriotischen Union Kurdistans und der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) zwei Selbstmordattentate verübt wurden. Dort fanden auf Einladung der zwei Gruppierungen gerade Feierlichkeiten aus Anlass des ersten Tages der muslimischen Feiertage Eid statt. Der freiberuflich für die arabischsprachige Tageszeitung „Al-Ta’akhy“ tätige Fotograf war dem Vernehmen nach als Berichterstatter im Dienst. Bei den Anschlägen kamen über 100 Menschen, darunter mehrere führende Mitglieder beider Parteien, ums Leben.

Ayoub Mohamed starb am 1. Februar, als auf die Büroräume der Patriotischen Union Kurdistans und der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) zwei Selbstmordattentate verübt wurden. Dort fanden auf Einladung der zwei Gruppierungen gerade Feierlichkeiten aus Anlass des ersten Tages der muslimischen Feiertage Eid statt. Der freiberuflich tätige Kameramann war dem Vernehmen nach als Berichterstatter für den von der KDP betriebenen Fernsehsender Kurdistan TV im Dienst.

Gharib Mohamed Salih starb am 1. Februar, als auf die Büroräume der Patriotischen Union Kurdistans und der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) zwei Selbstmordattentate verübt wurden. Dort fanden auf Einladung der zwei Gruppierungen gerade Feierlichkeiten aus Anlass des ersten Tages der muslimischen Feiertage Eid statt. Der freiberuflich tätige Kameramann war dem Vernehmen nach als Berichterstatter für den von der KDP betriebenen Fernsehsender Kurdistan TV im Dienst.

Semko Karim Mohyideen starb am 1. Februar, als auf die Büroräume der Patriotischen Union Kurdistans und der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) zwei Selbstmordattentate verübt wurden. Dort fanden auf Einladung der zwei Gruppierungen gerade Feierlichkeiten aus Anlass des ersten Tages der muslimischen Feiertage Eid statt. Der freiberuflich tätige Kameramann hatte von der KDP den Auftrag erhalten, die Veranstaltung zu filmen.

Duraid Isa Mohammed starb am 27. Januar bei einem Hinterhalt vor den Toren Bagdads. Der irakische Produzent, der zum Zeitpunkt seines Todes für CNN arbeitete, war in einer Kolonne aus zwei Autos auf dem Weg zur Hauptstadt, als sich Berichten zufolge von hinten ein Fahrzeug näherte und ein einzelner Bewaffneter das Feuer eröffnete.

Israel und die besetzten Gebiete (1)

Mohamed Abu Halima, Journalistikstudent an der Universität Al-Najah in Nablus und Korrespondent des angeschlossenen gleichnamigen Rundfunksenders, wurde am 22. März am Tor des Flüchtlingslagers Balata bei Nablus erschossen. Abu Halima, der auch als freiberuflicher Fotograf tätig war, berichtete gerade über die israelischen Truppenbewegungen in der Nähe des Lagers.

Saudi-Arabien (1)

Simon Cumbers starb an den Schussverletzungen, die er am Nachmittag des 6. Juni während eines Zwischenfalls in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad erlitt. Der freiberuflich tätige irische Journalist und Kameramann arbeitete an einem Bericht für die BBC. Sein Kollege Frank Gardner, Korrespondent der BBC für Sicherheitsfragen, wurde verletzt. Die zwei Journalisten filmten im Vorort al-Suwaydi der Hauptstadt gerade das Haus eines im vergangenen Jahr getöteten Mitglieds der Al-Kaida, als sie von einem Jeep aus mit Maschinengewehrfeuer belegt wurden. Cumbers war ein erfahrener Journalist und Kameramann, der schon überall auf der Welt für die BBC und Nachrichtensender wie Associated Press Television (APTN) und ITN unterwegs gewesen war. Der Vorort al-Suwaydi ist dem Vernehmen nach als Hochburg militanter Kräfte und Zufluchtsort von 15 der 26 meistgesuchten Männer in Saudi-Arabien bekannt, darunter auch Abdul Aziz al-Muqrin, der mutmassliche Führer von Al-Kaida in Saudi-Arabien.
 

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